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NoFear13

Saints Row (2022)

am 29. August 2023 unter Action, Review, Shooter, Test abgelegt

Story:
Man spielt einen Söldner, bei Marshal Defence, der nicht immer ganz nach den Regeln spielt. Entsprechend gilt es auch die nächste Miete eher auf kreative Art zu besorgen. Zum Glück hat man eine kleine Crew, die einen immer bei seinen Raubüberfällen unterstützen. Bei der nächsten Söldner-Operation wird ein Museumsinhaber auf dich aufmerksam und engagiert dich als Schutz. Das geht leider mehr als schief und das zu bewachende Objekt wird von den Gangs der Stadt entwendet. Daraufhin verliert man seinen Job und beschließt mit seiner Crew eine eigene Gang zu gründen. Ziel ist es jetzt alle anderen Crews der Stadt zu übertrumpfen und sich zu rächen.
Saints Row

Grafik:
Die Grafik ist recht schick und hat zu mindestens für Umgebungsverdeckung Raytracing. Statt DLSS kommt allerdings FSR zum Einsatz. Standardmäßig läuft das Spiel erzwungenermaßen mit 60 FPS, das lässt sich aber anpassen. Genauso wie nervige Effekte, wie das Kamerawackeln, Tiefen- und Bewegungsunschärfe. Leider werden viele Spielobjekte erst sehr spät gerendert und tauchen plötzlich auf, in der Entfernung werden sie nur sehr unscharf dargestellt. Dazu passt der entfernte Verkehr nicht dazu, wenn man näher kommt tauchen ganz andere Autos etwas spät auf. Zum Spielstart werden die Shader gerendert, das Spiel läuft so meist flüssig mit maximalen FPS. Die Grafik ist mehr als in Ordnung und die Performance auch, natürlich wäre noch weitaus mehr möglich gewesen.
Saints Row

Sound:
Das Spiel ist grundsätzlich auf Deutsch verfügbar, hat aber nur eine englische Sprachausgabe. Die Sprecher sind in Ordnung, das aber ein deutschsprachiges Studio wie Deep Silver es nicht schafft eine deutsche Sprachausgabe einzubauen, ist schon eine Blamage. Die Hintergrundmusik, kann in einem Fahrzeug, wieder frei aus den Radiosendern gewählt werden, die jeden Geschmack vertreten. Außerhalb der Fahrzeuge hört man eine zur Stimmung passende Musik. Daneben gibt es allerlei passende Geräusche, hauptsächlich des Autoverkehrs und andere passende Umgebungsgeräusche. Die restlichen Soundeffekte sind sehr gut und geben ein recht gutes Feedback. Leider ist die Sound-Abmische eine Vollkatastrophe. So hört man die Motoren kaum, die Musik ist viel zu laut. Selbst wenn man die Musik deaktiviert, sind die Stimmen und die Waffen viel lauter als die Motoren. Daneben kommt es ab und an zu einem nervigen Bug, der den Sound komplett zerschießt. Nur die Dialoge sind wirklich gut abgemischt und verständlich, den Rest kann man in die Tonne treten.
Saints Row

Steuerung:
Eine erstmal typische Steuerung, die für dieses Genre typisch ist und gut von der Hand geht. Leider gibt es bei den Sondertasten einige fragwürdige Entscheidungen. So kommt man mit M in den Auftragsmodus, statt die Karte zu öffnen. Diese muss man kompliziert über das Handy mit Tab aufrufen, schneller geht das nur, wenn man Tab lange gedrückt hält. Das gilt leider für viele Funktionen, wie ein Auto zu rufen und andere Sachen. Wenn das dann noch alles von einer nicht abstellbaren Animation begleitet wird, wird es richtig lästig und langwierig. Des Weiteren liegt das Kriechen nicht wie gewohnt auf Strg, sondern auf Q, da auf Strg das Ausweichen liegt. Die Schnellfeuer-Fähigkeiten liegen auf Tasten, die man mit der Hand an der Maus nie erreicht und werden daher auch kaum genutzt. Stattdessen liegt die Emotes auf gut erreichbaren Tasten, wie C. Die Steuerung kann zwar frei angepasst werden, viele der Schwächen lassen sich aber nicht ausgleichen. Zu Mindestens die nervigen Elemente wie die QTEs lassen sich in den Optionen deaktivieren. Leider steuern sich auch die Fahrzeuge nicht besonders gut, was nicht nur mit den Physik-Bugs zusammenhängt.

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Saints Row

Spielspaß:
Zu Beginn wählt man einen Schwierigkeitsgrad, der nicht nur die allgemeinen Attribute, wie Gegner-Aggressivität festlegt, sondern auch wieviel Zeit man für die Missionen hat. In den Optionen kann man dann jederzeit einzelne Attribute ändern und auch das automatische Zielen deaktivieren. Die Missions-Timer greifen aber erst, wenn man den letzten Checkpoint neu lädt, lassen sich über die Barrierefreiheitsoptionen sogar komplett deaktivieren. Entsprechend kann man zwar jederzeit frei speichern, es speichert aber halt nur den letzten Checkpoint. Sobald man das Intro durchlaufen hat, legt man mit reichlich Optionen seinen Charakter fest, wie immer kann man auch bei weiblichen Charakteren oberkörperfrei herumlaufen, oder Unterwäsche erzwingen, wahlweise die Nippel zensieren oder diese sogar Individualisieren. Der sonstige Item-Bereich bleibt aber zensiert, man kann sich nur einstellen, wie er zensiert wird z. B. mit einer Aubergine. Seinen so erstellen Charakter kann man speichern, um ihn z. B. in einer neuen Koop-Session direkt nutzen zu können. Später legt man noch das Outfit fest, beides lässt sich dann In-Game, entweder über eine App oder dem Kleiderschrank anpassen. Das Spiel selbst ist das typische Action-Game mit dem typisch verrückten Saints Row kniffen, das Spiel ist entsprechend nicht ganz ernst zu nehmen. Wie auch die Vorgänger verfügt das Spiel über einen Koop, den man gleich zu Beginn starten kann und hierbei jederzeit auch ein und aussteigen kann oder einen Single-Player-Stand laden und im Koop weiterspielen. Entsprechend bequem ist es jederzeit zu wechseln, mit anderen Spielständen zu starten und schnell rein zu springen. Es ist auch möglich sich im Koop streiche zu spielen, das ist aber nur möglich, wenn beide Spieler die Option aktiviert haben, genauso wie Friendly-Fire, was der Hoster bestimmt. Leider ist der Koop völlig unspielbar, da es immer wieder zu Synchronisationsfehlern kommt und Spieler aus dem Spiel fliegen, oder sich plötzlich alles seltsam verhält. Das ist am Anfang noch komisch, wenn man aber in einer Mission mehrfach scheitert, da Autos wegen De-Sync zerstört werden, endet der Spaß.
Saints Row
Abgesehen davon hat das Spiel jede Menge Features, die stark an andere Open-World-Spiele erinnern. So hat man jede Menge Waffen, die man später sogar verbessern kann. Dafür muss man allerdings erstmal im Level aufsteigen. Dieser schaltet auch bis zu 20 Fähigkeiten frei, von denen man bis zu 4 niemals nutzt. Alle paar Level schaltet man sogar eine passive Fähigkeit frei, wie eine Gesundheitsverbesserung. Daneben gibt es jeder Menge Herausforderungen, mit denen man passive Fähigkeiten freischaltet von denen es 3 Stufen gibt. Von den ersten beiden lassen sich zwei ausrüsten, von der höchsten Stufe nur eines, die entsprechenden Slots müssen mit Geld erworben werden. Leider ist dieses System weg von dem Skill-Tree und coolen Levelsystem hin zu Herausforderungen einfach nur nervig. Denn es nimmt den Charakterfortschritt komplett weg und um coole Fähigkeiten, wie Beidhändigkeit, nutzen zu können muss man Herausforderungen erfüllen und hat dann auch nur 5 passive Fähigkeiten. Mit den vielen Missionen im Spiel schaltet man immer neue Aktivitäten oder auch neue Gebäude frei. So erhält man die Auto-Werkstatt, wo man seine Fahrzeuge tunen kann und diese auch via App bestellen. Daneben bieten viele dieser Gebäude auch passive Einnahmen, die man durch weitere Aktivitäten steigern kann. Später legt man fest welches Gebäude man wo haben möchte und muss die Bedrohungen rund um sie erledigen. Hierbei ist der Quatsch, dass man das Geld via App abholen muss und diese ein Limit hat, für was? So schaltet man aber auch die lustigen Aktivitäten wie Versicherungsbetrug frei, die leider allesamt doch recht generisch sind.
Saints Row
Sowohl bei den Waffen als auch bei den Autos kann man eine ikonische Fähigkeit freischalten, dabei muss man eine bestimmte Herausforderung mit dem Objekt erfüllen. Der Schwachsinn ist dann, das man diese erst nochmal explizit aktivieren muss, damit sie funktioniert. Das Spiel steckt leider voller kleinerer und größer Bugs, so reagiert die KI teilweise nicht richtig, wenn man Leute im Auto erschießt, tauchen sie daneben auf und man kann das Fahrzeug nicht nutzen, bis sie Despawnen und viele mehr. Ein tolles Feature ist die Cheat-App, mit der man jederzeit größere und kleinere Cheats ausführen kann. Diese reichen von Wetter- und Tageszeitänderungen hin zu unendlich Munition und einem Gott-Mode. Die schwerwiegenderen Cheats deaktivieren allerdings die Erfolge und das automatische Speichern. Das ist allerdings kompletter Schwachsinn, dann setzt man halt doch wieder einen Trainer ein. Sobald man die Basis freigeschaltet hat, die man auch Schmücken kann, kann man die anderen Saints mit auf Mission nehmen. Um diese zu verbessern, muss man verschiedene Missionen für sie erfüllen.
Saints Row
Natürlich gibt es auch die normalen Hauptmissionen, darunter leider auch einige Stealth-Missionen, die einfach nur unnötig sind und nerven. Trotzdem hält irgendetwas immer am Ball und neben recht generischen Nebenaktivitäten und Mission, gibt es immer wieder Highlights wie das LARP. Daneben ist auch das Meiste dabei, was im Vorgänger vorhanden war, wie Versicherungsbetrug und Vandalismus. Leider wird es erst durch die Gebäude freigeschaltet und ist, im Gegensatz zu den Vorgängern, zu generisch aufgebaut. Auch der Humor ist ganz gut, wenn z. B. einen Smombie von Feind, beim Selfie in den Arsch schießt. Daneben ist auch der restliche Humor ganz gut und hält einen am Ball, trotz der ganzen Bugs. Wer sich nur auf die Hauptstory konzentriert ist leider in ca. 8 Stunden durch. Wer das Imperium vollständig aufbauen will und auch die meisten Nebenaktivitäten erleben möchte, braucht gute 40 Stunden oder mehr.
Saints Row

Spielwelt:
Eine größere offene Welt mit jeder menge Details, die eine Stadt darstellen. Es sind jede Menge Autos, Fußgänger, besonders aber auch Feinde unterwegs. Wirklich realistisch ist das Spiel hierbei nicht, denn die Physik ist gerade bei Explosionen schon extrem überdreht. Die Welt ist voll gestopft mit jeder Menge Open-World-Aktivitäten, die einfach nur erschlagen und teilweise als Beschäftigungstherapie dienen. Daneben gibt es allerlei Shops, wo man neue Waffen, Kleidung und Tattoos erwerben kann. Die Welt steckt voller Bullen und gegnerischen Banden, bei beiden kann man Bekanntheit sammeln und diese greifen dann an. Sind nur noch wenige übrig rufen sie Verstärkung, die je nach Bekanntheit stärker wird. Größter Schwachsinn bei den ganzen Open-World-Quatsch sind aber die Foto-Elemente. So muss man bestimmte Objekte fotografieren, mal für Nebenaktivitäten, mal um einen Schnellreise-Punkt freizuschalten. Daneben die vielen Sammelobjekte, wie Drogenpakete aber auch in Nebenaktivitäten z. B. Schießbude, wenn mal halb verzweifelt, da man die Ziele nicht findet. Am aller schlimmsten sind aber die sinnlosen Sammelobjekte um die Basis zu schmücken, mit mitgelieferter App mit Hinweisen. Durch den ganzen Quatsch wirkt die Welt nicht mal für Saints Row-Verhältnisse realistisch, wenn es das Auto durch jedes kleine Objekt Meterweit in die Höhe schmettert. Die Lebendigkeit ist durch zu fehlerhafte NPCs auch nicht gegeben, außerdem fehlt es der Welt etwas an Tieren. Gerade einmal die Pflanzen bewegen sich etwas im Wind, auch wird man oftmals aus den Autos teleportiert, statt sauber auszusteigen. Wenn dann Gegner wortwörtlich vom Himmel fallen, wird es richtig lustig und auch traurig. Insgesamt ist die Spielwelt so weder besonders lebendig noch realistisch. Es geht aber alles noch klar, wobei mehr möglich gewesen wäre, vor allem in Bezug auf die dumme KI und dich schlechte Physik.
Saints Row

Fazit:
Die Neuauflage kann sich nicht entscheiden, ob sie ein GTA-Clone oder ein Saints Row ist. So ist zwar ganz grundsätzlich der Humor und auch das Spielgefühl der alten Saints Row Teile eingefangen, leider aber ohne die wirkliche Übertriebenheit. So findet man nur eine Handvoll gute Nebenaktivitäten, sowohl diese als auch der Rest sind sehr generisch. Wenn man dann noch das Levelsystem durch ein Herausforderungssystem ersetzt, wird es schon sehr kritisch. Wie cool war es einfach irgendwann unendlich Munition oder unsterblich zu sein, weil man es im Skill-Tree freigeschaltet hatte. Grundsätzlich macht das Spiel Spaß und der Humor ist in Ordnung, die Highlights wie das LARP sind aber eher rar gesät. Dazu kommen viele kleinere Bugs, ein völlig unspielbarer Koop und seltene Abstürze. Wer mit diesen Schwächen leben kann, sollte dann definitiv die Gold-Edition mit dem coolen LARP-DLC holen, dafür aber auf keinen Fall mehr als 30 Euro hinlegen.
Saints Row

Pluspunkte Minuspunkte
+ freie Tastenbelegung
+ freies Speichern (Checkpoints, Schnellreisepunkte)
+ Gewalt
+ Schwierigkeitsgrade
+ automatische QTEs
+ LARP
+ Humor
– Emotes
– keine deutsche Sprachausgabe
– viele Funktionen nur via App erreichbar, statt Schnelltasten
– Koop-Modus nicht spielbar
– schlecht abgemischter Sound
– Ikonische Fähigkeit muss erst aktiviert werden
– viele Bugs
– Foto-Aktivitäten
– Sammelobjekte
– Geschäfte generieren Geld in App mit Limit
– Cheats deaktivieren automatisches Speichern und Achievements
– Stealth-Missionen
– Levelsystem bringt nichts, stattdessen nervige Herausforderungen

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