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Gesamt: 106 Start: Tuesday, 21.05.2013 Zurück zum Vote
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NoFear13

Food Truck Simulator

am 15. September 2022 unter Review, Simulation, Test abgelegt

Story:
Man spielt den neuen Besitzer eines völlig heruntergekommenen Food-Trucks. Diesen hat er von seinem Vater geerbt, der damit immer auf Achse war. Nach kurzen Restaurationen gilt es den Food-Truck zum kommerziellen Erfolg zu führen. Diese kurze Hintergrundgeschichte wird anhand eines Fotoalbums erzählt und ist insgesamt ganz nett, wäre auch nicht nötig gewesen und hat auch kaum Gehalt. Allerdings hat man auch sonst das Food-Truck-Abenteuer mit einer kleinen Geschichte ausgestattet. Diese sorgt aber für etwas Abwechslung, wenn die Garage abbrennt und man Rache nimmt. Insgesamt ist sie aber nur dazu da in neue Spielelemente einzuführen.
Food Truck Simulator

Grafik:
Eine völlig veraltete Grafik. Nervige Effekte wie Bewegungsunschärfe können aber deaktiviert werden. Es sind auch keine modernen Technologien vorhanden. Die Schatten und Spiegelungen sind aber in Ordnung und wenigstens sitzt man auch wirklich hinter dem Steuer. Trotzdem läuft das Spiel gerade einmal mit knapp unter 100 FPS. Während der Fahrt wird es noch schlimmer, hier kommt man gerade einmal auf um die 60 FPS. Dazu kommen hier ständig Micro-Ruckler. Das ist angesichts der Grafik völlig inakzeptabel. Die Zwischensequenzen sind dann nochmal in deutlich schlechterer Grafik und starker Fragmentierung dargestellt. Hier hätte man nochmal deutlich mehr optimieren müssen.
Food Truck Simulator

Sound:
Das Spiel ist grundsätzlich auf Deutsch verfügbar, hat aber nur eine englische Sprachausgabe. Die Sprecher sind auch eher mittelmäßig. Im Hintergrund hört man den Verkehr, den Wind und die Passanten. Die Musik kommt aus dem Radio, die Radiosender bieten für jeden Geschmack etwas. Die restlichen Soundeffekte sind eher simple, geben aber ein gutes Feedback.
Food Truck Simulator

Steuerung:
Das Spiel wird ganz typisch mit Maus und Tastatur gesteuert. Die Standardsteuerung ist passend und geht gut von der Hand. Lediglich etwas genau muss man Zielen, um die einzelnen Maschinen richtig zu bedienen. Denn natürlich muss man alle Knöpfe, jedes Brötchen, alles selber machen. Die Steuerung kann aber auch völlig frei angepasst werden. Am nervigsten ist aber das Zuschneiden der Zutaten, hier macht das Messer, was es will und ist kaum mit der Maus zu bändigen. Hier sollte man nochmal deutlich nachbessern oder das Messer eventuell doch mit WASD steuern können.
Food Truck Simulator

Spielspaß:
Im Spiel gilt es einen Food-Truck zu kommerziellen Erfolg zu führen. Dazu lackiert man ihn neu und ersetzt die alten Geräte. So schaltet man immer neue Rezepte frei. Um weitere Geräte freizuschalten, muss man dann entsprechend verkaufen und so Geld und Prestige verdienen. Dazu benötigt man entsprechende Zutaten, die man am Computer bestellt und dann abholt, um einen Rabatt zu bekommen. Wahlweise besucht man auch einfach so die Geschäfte und kauft neue Zutaten. Diese muss man auch in den entsprechenden richtigen Behältnissen lagern damit sie länger haltbar sind und man einen Frische-Bonus bekommt. Die Zubereitung der Speisen erfolgt dann, wie immer üblich in kleinen Mini-Games. Für die Bestellungen hat man eine bestimmte Zeit und bekommt Bonus, wenn man es in der Zeit schafft. Daneben konnte man es sich nicht verkneifen überall sinnlose Sammelobjekte zu verteilen. Diese schalten allerdings rein kosmetischen Quatsch frei. Zu Beginn erhält man für all dies ein kurzes Tutorial. Das Spiel speichert nur automatisch, behält aber 5 alte Spielstände zu denen man zurückwechseln kann. Das Spiel hat etwas Abwechslung, im Verlauf der Geschichte bricht man so bei der Konkurrenz ein. Außerdem kann man auch einfach einen fremden Food-Trucks mit unendlich Ressourcen arbeiten, falls man keine Lust hat selbst einkaufen zu gehen. Oder man fährt etwas aus oder reinigt andere Trucks. Leider artet das Spiel schnell in Arbeit aus und man hat trotzdem in kürzester Zeit gefühlt alles gesehen, was das Spiel bietet.
Food Truck Simulator

Spielwelt:
Auf den Straßen sind einige Passanten und Autos unterwegs. Die Welt kann völlig frei befahren werden, die verschiedenen Verkaufsorte muss man aber erst freischalten. Fast witzig ist, wenn der Food-Truck beim Losfahren leicht vom Himmel fällt. Daneben kann man völlig straffrei alles zusammen fahren, es interessiert niemanden und es entsteht auch kein Schaden. Der Truck steuert sich auch wie Scheiße, wenn ein Truck mit 30 km/h umkippt, ist das kein gutes Zeichen, den würde ich nochmal prüfen lassen. Beim Verkauf kommen die Leute zum Truck, schauen das Schild an und bestellen dann. Die Zubereitung scheint durchaus realistisch, wenn auch zu realistisch und damit voll von Stress. Man muss auch Benzin und alles andere permanent nachfüllen, was einfach nur zusätzlich nervt. Hier wäre eine Möglichkeit einzelne Elemente oder gar die Zeit-Beschränkungen auszuschalten cool gewesen. Das lustig ist, dass das angedacht war, drückt man nämlich im Gameplay-Menü nach unten landet man auf einem unsichtbaren Punkt der Schwierigkeitsgrad heißt, dieser wurde wohl ausgebaut. Neben den paar Passanten kann man keinerlei weiteres Leben entdecken. Ansonsten schwingen nur ein paar Bäume im Wind. Insgesamt ist die Spielwelt in Ordnung, hat aber viele kleine Fehler.
Food Truck Simulator

Fazit:
Food Truck Simulator ist kein wirklich schlechtes Spiel, aber auch kein wirklich gutes Spiel. Es sind an allen Ecken und Enden kleine Schnitzer vorhanden, dafür bietet das Spiel ein realistisches Food Truck-Erlebnis und die Story bietet minimale Abwechslung. Wer also schon immer mal einen Food Truck betreiben wollte, bekommt hier das beste Spielerlebnis. Wer allerdings das nicht vorhatte wird mit dem Spiel nur wenige Stunden Spaß haben und dafür sind selbst die ausgerufenen 20 Euro recht viel.
Food Truck Simulator

Pluspunkte Minuspunkte
+ realistische Zubereitung
+ Prestige um neue Geräte freizuschalten
+ viele Rezepte
+ Arbeit für fremde Food-Trucks
– …-Simulator
– Zwischensequenzen mit starker Fragmentierung
– Performance
– keine deutsche Sprachausgabe
– Sammelobjekte
– völlig unrealistisches Fahrgefühl und Verhalten
– stressig
– kein VR-Modus

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NoFear13

Steelrising

am 14. September 2022 unter Action, Review, Rollenspiel, Souls Like, Test abgelegt

Story:
Das Spiel spielt im 17. Jahrhundert in Paris. König Louis der XVI unterjocht die ganze Stadt mit seinen Automaten. Man selbst spielt die Leibwache der Königin, ebenfalls ein Automat. Diese sendet einen aus, um die Revolution gegen ihren Ehemann zu unterstützen und ihre Tochter aus den Händen des Königs zu befreien. Die Story ist nie wirklich spannend und hat keinerlei Wendungen. Das Ende ist von Anfang an klar und bietet keine Überraschungen.
Steelrising

Grafik:
Das Spiel sieht hervorragend aus. Die Schatten und Spiegelungen laufen über Raytracing. Außerdem ist DLSS vorhanden, falls die Graka das doch nicht ganz packt. So läuft das Spiel mit maximalen Settings auf 2K gerade mal um die 30 bis 50 FPS, Ruckler sind aber recht selten. Leider braucht man so schon DLSS bei 2K, da die Performance echt mies ist. Selbst mit DLSS hat das Spiel immer wieder starke Frame-Einbrüche. Die Texturen sind recht detailreich, poppen aber sehr stark ist Spiel. Insgesamt macht das Spiel so stellenweise echt keinen Spaß, hier muss dringend nochmal nach optimiert werden.
Steelrising

Sound:
Das Spiel ist grundsätzlich auf Deutsch verfügbar, hat aber nur eine englische Sprachausgabe. Die Sprecher sind aber ganz gut und bringen die Stimmung auf den Punkt. Die Hintergrundmusik ist angenehm aber sehr eintönig, lediglich in den Kämpfen nimmt sie etwas Fahrt auf. Daneben kann man den Wind und Vögel hören oder das lodernde Feuer, da ganz Paris brennt. Auch die eigenen Schritte auf dem Untergrund, die aber immer gleich Mechanisch klingen. Die restlichen Soundeffekte sind in Ordnung und geben ein ganz gutes Feedback.
Steelrising

Steuerung:
Eine ganz typische Steuerung, die frei belegt werden kann. Das Ganze ist ein typisches Souls-Like, heißt man versucht den Attacken auszuweichen und setzt selbst welche. Beides verbraucht Ausdauer, das sich automatisch wieder auffüllt. Das Leben wird nicht wieder aufgefüllt, hier benötigt man Heiltränke oder man muss die Vestalin-Figuren aufsuchen. Dann werden aber Souls-Like-Typisch wieder alle Gegner belebt. Das einzige, was etwas ungewöhnlich ist, dass der schwere Angriff aus STRG liegt, da Ausweichen auf der rechten Maustaste liegt, da auf Shift sprinten liegt. Hier sollte man einmal einen Ringtausch machen. Dann geht die Steuerung ganz gut von der Hand, wenn auch extremst träge. Außerdem sind die Spezialfähigkeiten katastrophal gelegt, besonders den Satelliten würde ich auf eine Seitentaste der Maus oder andere gute Taste legen. Genauso den Haken, diese würde ich auf F legen und Waffen wechseln dann eher auf V. Es ist zu Bezweifeln, dass jemand länger diese Steuerung getestet hat, gerade wenn ich springen und dann gleichzeitig B drücken muss, ist das unmöglich. Minimal nervig ist auch, dass der Kompass keine eigene Taste hat und man immer wieder zwischen den Heiltränken und dem Kompass in der Schnellleiste wechseln muss.
Steelrising

Spielspaß:
Zu Beginn erstellt man, mit wenigen Optionen, seinen Automaten, danach legt man eine Rolle fest, die die Anfangswaffe und Attribute festlegt. Im Spiel klopft man alles, was nach einem Automaten aussieht. So sammelt man Essenz, welches man an Vestalin-Figuren in Attribute oder Ausrüstung stecken kann. Stirbt man, verliert man dieses und kann einen Teil an seiner Leiche aufsammeln, typischer Souls-Like-Mist. Die Besonderheit ist aber der Assistent-Mode. Hier kann man einstellen wie schnell sich die Ausdauer wieder auffüllt, wie stark der Schaden reduziert wird, oder dass man keine Essenz verliert. Also so eine Art, Easy-Mode, wo man genau alles anpassen kann, die Schadensreduzierung geht in 25-Schritte von 0 bis 100 Prozent. Man kann also sogar abschalten Schaden zu nehmen, hier wäre 5er Schritte ganz schön gewesen, oder gar ganz frei. Leider deaktiviert der Modus alle Achievements, nicht nur wie angegeben die Schwierigkeitsgrad-Abhängigen. Neben den Essenzen sammelt man gelegentlich Ausrüstung oder Materialien. Die Materialien werden neben der Essenz benötigt, damit man seine Ausrüstung verbessern kann.
Steelrising
Bei kleineren Endbossen oder in manchen Truhen erhält man zudem Module-Schlüssel, mit denen man neue Module-Slots freischalten oder verbessern kann. Die Module gewähren Attributs- und andere Vorteile. Das Spiel speichert nur automatisch, ein freies Speichern ist nicht möglich. Besonders bitter ist, dass da man so nach Spielende nicht kurz vor dem Endboss neu laden kann, es gibt auch kein New-Game+. Warum man dann vom Endboss überhaupt noch eine Belohnung erhält, ist absoluter Schwachsinn, was will ich denn damit, wenn ich diese nicht nutzen kann. Besonders kritisch ist, dass auch noch da das Spiel voller Bugs ist und fast ständig in Filmszenen abstürzt. Neben den Bossen gibt es noch Titanen, von denen man neue Fähigkeiten erhält, um neue Punkte zu erreichen. Wenn man nur der Hauptstory folgt und die meisten Gegner ignoriert ist man nach 8 Stunden durch, wer alle Nebenquests, Gegner und Geheimnisse erkundet kann weit über 30 Stunden in das Spiel stecken. Trotzdem zieht sich das Spiel zum Schluss ein wenig und der Grund mancher Ziele ist unklar.
Steelrising

Spielwelt:
Die Pflanzen bewegen sich im Wind, daneben fliegen Staub und Laub herum. Tiere, wie die hörbaren Vögel, sucht man aber vergebens. Die Spielwelt hat jede Menge Details und die Level minimal unterschiedlich. Die Level sind schlauchartig bis offen aufgebaut, damit man sich nicht verläuft, hat man einen Kompass, den man nutzen kann, um das Ziel zu sehen. Das ist ganz gut, denn die Karte zeigt eine grobe Übersicht von Paris und ist damit völlig nutzlos. Zwischen den Abschnitten reist man mit einer mechanischen Kutsche. Bis auf einige Menschen und die Maschinen ist die Welt völlig leer. Die Spielwelt wirkt so zwar völlig leblos, aber realistisch, wenn man sich auf die Automaten einlässt.
Steelrising

Fazit:
Steelrising ist ein kurzes nettes Souls-Like, mit der netten Idee eines Assistent-Mode, der allerdings aus allen Achievement aussperrt, falls da jemand Wert drauf legt. Wer Souls-Like mag oder das Setting spannend findet kann also auch zugreifen, falls er mit Souls-Like nichts anfangen kann. Allerdings ist die PC-Version Performance- und Bug-Technisch eine Vollkatastrophe. Das Spiel ist permanent in niedrigen FPS-Werte, trotz DLSS, hier hätte mehr in die Optimierung stecken müssen. Trotz der Tatsache, dass das Spiel mittlerweile 1 Woche auf dem Markt ist, sind keinerlei Patches für die vielen Abstürze und die schlechte Performance erschienen. Aus diesem Grund sollte man erst abwarten, ob mal was gepatcht wird und dann noch den nächsten Sale. Mehr als 15 Euro sollte man für dieses Spiel auf keinen Fall ausgeben, das ist es einfach nicht wert, vor allem die Story ist vollkommen langweilig und vorhersehbar ist.
Steelrising

Pluspunkte Minuspunkte
+ Raytracing und DLSS
+ Assistent-Mode
+ Essenz
+ Verbesserungen
+ Verbesserung der Waffen
+ Kompass
– Souls-Like
– Performance
– viele Bugs
– Story

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NoFear13

Broken Pieces

am 11. September 2022 unter Abenteuer, Action, Review, Test abgelegt

Story:
Man spielt Elisa, fast ohne jegliche Erklärung findet sich diese in einer gruseligen Hölle wieder. Zum Glück war alles nur ein Traum und man wird vom Wecker geweckt. Nach dem Aufstehen stellt man aber fest, dass die Realität nicht viel besser ist. Elisa wird von Geisterwesen verfolgt und kann die Insel nicht verlassen. Wird sie von den Geistern erwischt, wacht sie in ihrem Bett wieder auf. Alle andere Menschen sind verschwunden und Elisa hat nur durch einen Bio-Anzug überlebt. Es gilt jetzt herauszufinden, was genau passiert ist und wie man es behebt. Die Story ist völlig wirr und wird nie wirklich erklärt, man muss sich wieder seinen Teil aus der Endsequenz und den Audio-Kassetten denken.
Broken Pieces

Grafik:
Die Grafik sieht grundsätzlich sehr gut aus. Es sind tolle Schatteneffekte und Spiegelungen vorhanden. Die Grafik kann sehr fein eingestellt werden und teilweise unnötige und nervige Effekte wie Bewegungsunschärfe und Filmkörnung können deaktiviert werden. Außerdem verfügt das Spiel über DLSS, was allerdings nur für 4K benötigt wird. Auf 2K läuft das Spiel mit niedrigen 3 stelligen Werten und ohne große Ruckler. Das Spiel erlebt man aus der Third-Person-Perspektive, man kann zwar jederzeit in die First-Person wechseln, dann aber nichts tun, sondern sich nur umsehen. Die Texturen sind meist recht Detailreich, nur die Hauptdarstellerin hat etwas steife Gesichtsausdrücke. Leider hat man sich auch wieder entschieden die Zwischensequenzen mit unnötigen schwarzen Balken zu markieren. Daneben so Schwachsinn wie Wassertropfen auf der Spielkamera, klar man will ja, nicht dass der Spieler ins Spiel eintaucht, sondern sie stets des Spiels bewusst ist.
Broken Pieces

Sound:
Das Spiel ist auf Deutsch verfügbar, hat aber leider nur eine englische oder französische Sprachausgabe. Die englischen Sprecher sind aber recht gut und bringen die Stimmung auf den Punkt. Leider sind viele Oberflächen auch in den In-Game-Computern nur auf Französisch und man muss Oui drücken für Ja. Im Hintergrund spielt eine atmosphärische Musik, die sich stets der aktuellen Stimmung anpasst. Daneben hört man je nach Umgebung passende Geräusch wie Höhlenrauschen, den Wind oder Vögel. Die restlichen Soundeffekte sind ebenfalls hervorragend und geben ein sehr gutes Feedback.
Broken Pieces

Steuerung:
Eine sehr typische Steuerung, mit vollem Maussupport. Etwas ungewöhnlich ist, dass das Inventar auf E statt I liegt und das Schubsen im Kampf dadurch auf F statt E. Die Steuerung kann aber völlig frei angepasst werden. Inkl., dass man die Mausbelegung ändern kann oder, eigentlich unnötig für PC-Spieler, die Gamepad-Steuerung. Leider hat man sich dazu entschieden das man nicht den Blickwinkel der Figur mit der Maus steuert, sondern nur den Blickwinkel der Kamera leicht verändern kann. Außerdem muss man mit der mittleren Maustaste durch diese Kameras wechseln. Dadurch steuert sich das Spiel am PC furchtbar ungenau und es nervt einfach nur, vor allem da die Kamera eher fest positioniert ist und nur leicht geschwenkt werden kann. Auch das Schießen ist einfach nur nervig schlecht gemacht, hier zielt Elias automatisch, man selbst muss nur abwarten bis das Zielkreuz rot wird und dann abdrücken. Man kann lediglich mit der Maus zwischen den Zielen wechseln und mit der Leertaste ausweichen und mit Shift die Gegner mit einer Druckwelle wegstoßen.
Broken Pieces

Spielspaß:
Zu Beginn hat man die Wahl zwischen einem einfacheren und schweren Modus. Im schweren Modus sind alle unnötigen und schweren Kämpfe drin. Im Einfacheren steht die Story und die Rätsel im Vordergrund. Dann erhält man immer mal wieder kurze Tutorial-Elemente. Im Grunde ist das Spiel ein Action-Abenteuer, indem die Geschichte im Vordergrund steht und man dazwischen einfachere Rätsel und, je nach Modus, einfachere oder schwere Kämpfe hat. In den Kämpfen füllt sich das Leben nicht von alleine wieder auf, man muss sich nach dem Kampf ausruhen, falls möglich. Damit man immer weiß was als Nächstes zu tun ist, hat man ein Notizbuch, wo die nächsten Ziele beschrieben sind. Da Nachts verstärkt die Geister rauskommen sollte man vor der Nacht zu Hause auftauchen. Entsprechend hat man eine Uhr, die die aktuelle Uhrzeit zeigt. Auch Reisen zu den verschiedenen Orten nehmen Zeit in Anspruch. Im normalen Modus spielt dies alles keine Rolle, hier kann man sich nicht mehr ausruhen oder von Zuhause wegreisen.
Broken Pieces
Elisa nutzt einen magischen Kristall, um bestimmte Zauber auszulösen, wie einen kurzes stürmisches Wetter auszulösen. Daneben kann man im Verlauf der Geschichte an Brunnen zum Winter wechseln und umgekehrt. Das wird teilweise für die Rätsel benötigt. Was wieder nervt, ist die unnötige Suche nach irgendwelchen Codes, die sonst wo sind aber nicht wo man sie erwartet oder braucht. Eine Komplettlösung ist aber vorhanden: https://brokenpieces.wiki.gg/wiki/Guide. Ganz nett ist das Mini-Game auf dem Dachboden, hier muss man Züge ins Ziel bringen. Das Spiel speichert nur automatisch, ein freies Speichern ist nicht möglich. Man kann lediglich zusätzlich auf den Bänken speichern. Es wird aber immer zu Beginn jedes Abschnitts gespeichert und man kann diese frei laden. Besonders nervig ist das beschränkte Inventar, das hat weder Sinn noch Zopf, sondern soll nur den Spieler nerven. Insgesamt braucht man ca. 8 Stunden bis man durch ist. Leider hat man bis dahin, besonders wenn man zwischen durch neu lädt den ein oder andere Bug, teilweise sogar Game-Breaking.
Broken Pieces

Spielwelt:
Sehr viele verschiedene Umgebungen, die jede Menge Details haben. Die Pflanzen bewegen sich leicht im Wind, daneben fliegen Fliegen und Vögel umher. Man selbst hinterlässt in den Winterszenen Spuren im Schnee. Der Realismus des Spiels ist stark zu bezweifeln, warum sollte das Geburtstagsdatum auf einem Boot stehen, warum sind alle Zahlenschlösser irgendwelche Datums, die auch noch genau markiert sind. Für erstes gibt es eine schwachsinnige Erklärung, vieles andere ist halt Spielelogik, die es braucht. Dass man durch das Badezimmer auf den Dachboden kommt, ist hingegen schon ein schlechter Witz. Insgesamt wirkt die Spielwelt durch die vielen Vögel lebendig, aber völlig unglaubwürdig, dass wirklich nur unsere Heldin überlebt hat und selbst wenn, warum kommt seit 14 Tagen keine Hilfe.
Broken Pieces

Fazit:
Wieder mal eine ganz nette Grundidee, besonders der Wechsel zwischen Winterwelt und Sommerzeit ist einzigartig. Auch der grundsätzliche Mix zwischen Action und Abenteuer ist ganz spannend. Leider ist die Story vollkommen undurchsichtig und das Spiel voller fragwürdiger Designentscheidungen. Dazu kommen kleinere und größere Bugs, die teilweise sogar Game-Breaking sind, besonders bitter ist, dass Teile davon sogar explizit durch das fehlerhafte Speichersystem entstehen. Dank Lösung kann man in 5 Stunden auf einen Rutsch durchkommen und so viele Fehler umgehen. Ob man das aufgrund der vielen anderen Fehlentscheidungen und der verwirrenden Story machen möchte, muss jeder selber wissen. Den nächsten Sale sollte man aber auf jeden Fall abwarten, dann sind vielleicht die größten Bugs auch schon gepatcht.
Broken Pieces

Pluspunkte Minuspunkte
+ Grafik
+ Schwierigkeitsgrade
+ Notizbuch
– keine deutsche Sprachausgabe
– feste Kameraposition
– ungenaue Steuerung
– kein freies Speichern
– steife Gesichtsausdrücke
– schwarze Balken in den Zwischensequenzen
– Auto-AIM
– Wassertropfen auf der Kamera
– Beschränktes Inventar
– viele Bugs

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NoFear13

Garten Simulator

am 10. September 2022 unter Review, Simulation, Test abgelegt

Story:
Man spielt einen gut bezahlten IT-Spezialisten. Dieser kündigt seinen Job, um sich um das alte Anwesen seiner Großeltern im Wald zu kümmern. Zum Glück ist das Haus in super Zustand, nur der Garten sieht aus wie Sau. Entsprechend gilt es diesen wieder auf Vordermann zu bringen. Die Story ist völlig banal und nur nettes Beiwerk.
Garten Simulator

Grafik:
Eine völlig veraltete Grafik, die auch nur in Stufen von Niedrig bis Ultra angepasst werden kann. Selbst auf Ultra sind die Texturen sehr grob. Ansonsten sind nur ganz nette Schatten vorhanden, außer natürlich man selbst. Trotz der eher schwachen Grafik läuft das Spiel nur mit sehr niedrigen 3 stelligen FPS. Ruckler sind aber keine vorhanden, insgesamt wäre aber mehr Optimierung nötig gewesen.
Garten Simulator

Sound:
Im Hintergrund spielt eine angenehme aber sehr eintönige Musik, die man nach wenigen Minuten deaktiviert. Daneben hört man alle möglich Vögel, Wasserrauschen und die Katze. Das Spiel ist auf Deutsch verfügbar, es ist aber keine Sprachausgabe vorhanden. Die restlichen Soundeffekte sind eher simple, geben aber ein ganz gutes Feedback. Insgesamt ist die Soundkulisse aber eher schwach und eine Endlosschleife.
Garten Simulator

Steuerung:
Die Steuerung ist typisch, mit WASD bewegt man sich, mit der Maus blickt man sich um. Mit E interagiert man mit den Objekten, Mausklick zum Benutzen des ausgewählten Werkzeuges. Die Tasten 1 bis 7 dienen zur Auswahl des Werkzeuges, wahlweise nutzt man das Mausrad. Die Steuerung ist fest vorgegeben und kann nicht angepasst werden. Lediglich die Empfindlichkeit der Maus-Achsen kann angepasst werden.
Garten Simulator

Spielspaß:
Man befindet sich zum Start in einem völlig verwahrlosten Garten. Diesen gilt es jetzt auf Vordermann zu bringen. Dazu kauft man erstmal Werkzeug, diese wird mit Gartentalern am Laptop erworben. Im Spielverlauf bekommt man immer neue Aufgaben, die Gartentaler und XP geben. Mit den XP kann man seine Fähigkeiten verbessern. So kann man dann schneller Bewässern, Düngen oder der Mäher kann mehr Gras aufnehmen. Der man steigert seine Verkaufsfähigkeiten für Blumen oder Obst und Gemüse. Seinen generellen Gewinn kann man so ebenfalls erhöhen. So erledigt man nach und nach die Gartenarbeit, erwirbt neue Fähigkeiten und verkauft die erwirtschafteten Pflanzen. Um neue Gegenstände freizuschalten muss man bestimmte Bedingungen erfüllen, wie mähe 200 m². Das Spiel speichert hierbei nur automatisch, ein freies Speichern ist nicht möglich. Insgesamt hat man aber nach wenigen Stunde alles gesehen, nach maximal 4 Stunden sollte jeder die grundsätzlichen Elemente gesehen haben, dann artet das Spiel in Arbeit aus.
Garten Simulator

Spielwelt:
Die Pflanzen bewegen sich leicht im Wind. Am Himmel sind Vögel, die Arschlochkatze sitzt im Garten und damit im Weg. Da man sich mitten im Wald befindet, kann man dem Spiel nicht vorwerfen, dass man niemanden sonst sieht. Völlig lächerlich ist hingegen das man neue Werkzeuge und Pflanzen am Laptop kauft der im Freien steht und dort mit einem Schild Laden markiert ist. Die bestellten Waren werden dann in einem unsichtbaren Laster geliefert, der die übergroßen Kisten aus großer Entfernung in den Garten wirft. Auch dass man statt echtes Geld, Gartentaler benutzt und diese für freiwillige Aufgaben von den Großeltern bekommt, ist schon starker Tobak. Daneben bekommt man die Taler auch einfach, indem man den Müll im Garten entsorgt. Dass man neue Gebiete im Garten erst kaufen muss, ist ebenfalls lächerlich, klar irgendwie müssen die Großeltern die Gartentaler wieder hereinbekommen. Schon besser ist, wenn man diese durch den Verkauf von Blumen oder Obst und Gemüse erhält. Lediglich die Gartenarbeit an sich ist authentisch dargestellt. Es vergeht zwar Zeit, allerdings nur bis 18 Uhr, dann bleibt die Zeit und der Sonnenstand einfach stehen bis man sich entschließt ins Bett zu gehen, da sonst die Pflanzen nicht wachsen. Alles in allem wirkt die Spielwelt aber völlig unrealistisch und lächerlich.
Garten Simulator

Fazit:
Wieder einmal ein völlig unnötiger Simulator, wenn man Gartenarbeit erledigen will, macht es doch einfach. In den Städten gibt es dazu Parzellen, die man sich mieten kann oder Gartenvereine. Auf dem Land hat man eh einen Garten und der Vermieter freut sich, wenn sich jemand zur freiwilligen Gartenarbeit findet. Dann hat man wenigstens etwas von dem mühevoll angebauten Obst und Gemüse und spart etwas beim Einkaufen. Dieses Spiel braucht wirklich niemand und es ist völlig lächerlich. Wer trotzdem nicht verzichten möchte, zahlt zu mindestens gerade einmal 15 Euro, den nächsten Sale sollte man trotzdem abwarten.
Garten Simulator

Pluspunkte Minuspunkte
+ authentische Gartenarbeit
+ XP
– …-Simulator
– Katze
– Gartenarbeit
– unnötiger Simulator
– geringer Umfang
– kein freies Speichern
– Spielwelt

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The Gallery

am 09. September 2022 unter Abenteuer, Indie-Games, Review, Test abgelegt

Story:
Die Geschichte ist aus zwei Perspektiven dargestellt. Erstere spielt im Jahr 1981, hier spielt man eine Galeristin. Zweitere spielt im Jahr 2021, hier spielt man einen Galeristen. In jedem Fall soll ein berühmtes Porträt ausgestellt werden und man braucht dringend die Reputation und Geld, die daraus entstehen. Leider geht, das ein wenig nach hinten los und man findet sich in einem Geiseldrama wieder und muss jetzt daraus entkommen.
The Gallery

Grafik:
Das Spiel ist eher interaktiver Film als Spiel. Entsprechend läuft ein Real-Film. Die Qualität entspricht leider nicht 4K und so sind störende Fragmentierungen vorhanden. Wenigstens ist der Film im einzig korrekten Format von 16 zu 9. Man merkt lediglich das es eher 25 bis 30 Bilder pro Sekunde sind als 60 entsprechend kommt es in schnellen Szenen zu Bänderzerrungen. Vor allem da das alles in den maximalen möglichen Frames läuft und daher z. B. in 144 FPS was überhaupt nicht mit den 30 FPS des Films überein passt.
The Gallery

Sound:
Das Spiel ist grundsätzlich auf Deutsch verfügbar, hat aber nur eine englische Sprachausgabe. Die Sprecher haben einen mal stärkeren, mal leichteren britischen Dialekt, was aber zum Schau-Ort passt. Auch sonst sind sie sehr gut und bringen die Stimmung auf den Punkt. Leider haben sich gerade bei kurzen Texte Übersetzungsfehler eingeschlichen, so heißt es Abfall statt Ablehnen. Oftmals führt das auch dazu, dass man nicht genau weiß was mit einer Entscheidungsbeschreibung gemeint ist. Im Hintergrund spielt dank vorgegebenen Ablauf immer die passende Musik. Auch die Umgebungsgeräusche sind passend, so hört man Vögel und andere passende Geräusche. Leider kann man die Lautstärke nicht einzeln regeln, was wohl damit zusammen hängt, dass alles auf derselben Tonspur liegt.
The Gallery

Steuerung:
Das Spiel kann fast komplett mit der Maus gesteuert werden. Es ist zwar möglich mit den Pfeiltasten und Return die Entscheidungen zu treffen. Die Auswahl der Entscheidungen ist aber auch so kein Problem. Was auf jeden Fall per Tastatur erfolgen muss, ist das Überspringen von bereits gesehenen Szenen, diese Funktion liegt auf TAB. Die Tasten sind fest vorgegeben und können nicht angepasst werden.
The Gallery

Spielspaß:
Zu Beginn wählt man, ob man die Geschichte im Jahr 1981 oder 2021 erleben möchten. Dann entscheidet man sich, ob man die Entscheidungen unter Zeitdruck treffen möchte oder nicht. Das Spiel ist ein interaktiver Film, indem man immer wieder Entscheidungen trifft, die die Handlung beeinflussen. Die Entscheidungen wirken sich mal deutlicher mal nicht so deutlich aus. Teilweise haben sie Einfluss auf die Beziehungen mit dem Geiselnehmer, was dargestellt wird. Das Spiel speichert nur automatisch, ein freies Speichern ist leider nicht möglich. Der Film ist aber recht kurz und dauert gerade einmal 1 Stunde. Erneutes Spiel aus anderer Sicht oder auch der gleichen ergibt nur mäßig Sinn, die Entscheidungen haben zwar große Auswirkungen alle 6 Enden muss man aber nicht unbedingt gesehen haben. Vor allem, wenn man eines der besseren Enden erwischt. So ist man wohl nach 2 bis 3 Durchläufen mit dem Spiel fertig also hat ca. 3 Stunden Spaß, 15 Euro sind dafür schon viel. Wer allerdings alle 6 o. 12 Enden und damit um die 6 Stunden braucht, bekommt einen guten Umfang, das machen aber wohl die wenigsten. Was überhaupt nicht gefällt ist wie in der männlichen Sicht das Corona-Virus etwas verharmlost wird. Hier tragen kurz alle Masken nehmen sie dann aber einfach in Innenräumen ab oder fordern sich dazu gegenseitig auf. Das geht mal gar nicht, dann verzichtet gleich auf die Darstellung und Bezug zum Virus oder lasst die Masken auf, wie sich das gehört.
The Gallery

Spielwelt:
Die Szenen sind hervorragend gestaltet und haben jede Menge Details. Auch sonst wirkt die Welt realistisch und passt zur jeweiligen Zeit. Leider ist abseits der wenigen Hauptdarsteller nicht viel los, auch die Handlungen sind teilweise etwas komisch und unrealistisch. Insgesamt wirkt die Spielwelt so etwas leer und unrealistisch. Hier wären ein paar mehr Passanden rund um die Galerie oder etwas mehr Erklärung zu den Hintergründen ganz gut gewesen.
The Gallery

Fazit:
Ein ganz interessanter interaktiver Film, mit der netten Idee das man diesen aus einem moderneren oder älteren Blickwinkel erleben darf. So kann jeder selbst entscheiden, ob er die fast gleiche Geschichte eher aus einer weiblichen Sicht und in den 80er Jahren oder aus einer männlichen Sicht im einundzwanzigsten Jahrhundert erleben möchte. Die Geschichte ist hierbei nicht super spannend und man versteht nicht ganz was sie einem erzählen will, sie ist aber recht kurz und stellenweise dadurch ganz spannend. Leider fehlt etwas die Erklärung zur ganzen Geiselnahme. Wer auf interaktive Filme steht und mit Thrillern etwas anfangen kann, sollte sich das Spiel einmal im nächsten Sale anschauen. Alle anderen die ein wirkliches Spiel erwarten, werden eher enttäuscht.
The Gallery

Pluspunkte Minuspunkte
+ Entscheidungen
+ kurze Geschichte
+ bereits gesehene Szenen können übersprungen werden
– nur englische Sprachausgabe
– viele kleine Übersetzungsfehler
– nur eine Tonspur
– Fragmentierungen
– keine freie Tastenbelegung
– Verharmlosung des Corona-Virus

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Nine Noir Lives

am 08. September 2022 unter Adventure, Indie-Games, Review, Test abgelegt

Story:
Man spielt einen Detektiv in Form einer Katze. Der erste Fall ist simple, man wurde von der Voodoo-Bar engagiert eine Unterlassungserklärung zuzustellen. Nach diesem recht einfachen Fall wird es schon spannender im Knitty Kitty Club ist etwas vorgefallen. Der Polizeichef persönlich möchte, dass sich unser Held sich das einmal als neutrale Person ansieht. Denn der Club gilt als Treffpunkt für alle möglichen Gangster und gehört dem Gangsterboss. Schnell stellt sich heraus das ein Mord passiert ist, Opfer ist der Sohn des Gangsterbosses. Entsprechend hohen Druck bekommt man auch von diesem den Mord an seinem Sohn aufzuklären.
Nine Noir Lives

Grafik:
Eine sehr simple 2D-Grafik mit statischen Schatten und Spiegelungen. Die Figuren sind die ganze Zeit nett animiert und wackeln leicht auf und ab. Ansonsten sind aber keine besonderen Effekte vorhanden, dafür läuft das Spiel meist flüssig mit maximalen FPS. Ab und an, in den Gesprächen, kommt es zu unerklärlichen starken Frameeinbrüchen. Die sich aufgrund der fehlenden Aktion nur leicht bemerkbar machen, aber trotzdem nerven.
Nine Noir Lives

Sound:
Das Spiel ist grundsätzlich auf Deutsch verfügbar, hat aber nur eine englische Sprachausgabe. Die Sprecher sind aber sehr gut und bringen die Stimmung auf den Punkt. Außerdem bringen sie den sehr guten aber nicht schmutzigen Humor auf den Punkt. Die Hintergrundmusik passt sich an die aktuelle Umgebung an. Schaltet man die Musik aus, ist es extrem still, keine Schritt-Soundeffekte, kein Hintergrundrauschen, nichts. Daneben hat man passende Soundeffekte für die eigenen Aktionen, die ein ganz gutes Feedback geben.
Nine Noir Lives

Steuerung:
Das Spiel wird Adventure-Typisch komplett mit der Maus gesteuert. Leider ist das Spiel nicht kontextsensitiv, sondern man muss ganz Old-School mit Rechtsklick die passende Option wählen. Einziger Vorteil ist, dass man an allem versuchen kann zu lecken. Nachteil man hat noch mehr zum Ausprobieren und Herumtesten. Einzige Taste, die man eventuell benötigt, ist die, Leertaste, hiermit lassen sich die Hotspots anzeigen, wahlweise geht das mit dem entsprechenden Button in der Oberfläche.
Nine Noir Lives

Spielspaß:
Zu Beginn hat man die Wahl zwischen Story- und Normal-Modus. Im Story-Modus hat man auch Rätsel-Hinweise im Notizbuch. So schafft man das Spiel größtenteils auch ohne nervige Komplettlösung. Außerdem erhält man so am Anfang ein Tutorial. Im Grunde ist das Spiel ein sehr klassisches Point-and-Click-Adventure. Wirkliche Besonderheiten sind leider nicht vorhanden. Die Rätsel sind insgesamt logisch und gerade im Story-Modus meist leicht lösbar. Das Spiel kann jederzeit frei gespeichert werden. Leider reicht das Notizbuch oftmals nicht komplett, um auf die Lösung zu kommen, hier ist alles zu grob beschrieben. Um eine Komplettlösung kommt man daher nicht ganz herum. Vor Allem, da es immer mehr Schauorte werden, obwohl manche in der aktuellen Phase nicht benötigt werden, bzw. für ein Objekt, das man anderweitig hätte platzieren können, um die Schauorte gering zu halten. Nach ca. 12 Stunden hat man es dann geschafft und den Fall gelöst.
Nine Noir Lives

Spielwelt:
Verschiedene Umgebungen, die sehr Abwechslungsreich gestaltet sind. Meist ist auch irgendeine Kleinigkeit animiert, wie das am Himmel ab und an Wolken vorbeiziehen. Leider ist die Welt sonst etwas leblos, es sind keine Passanten oder Tiere unterwegs. Die NPCs stehen nur dumm herum und gehen meist dabei auch keiner bestimmten Tätigkeit nach. Insgesamt wirkt die Spielwelt so leider etwas leblos, hier hätten ein paar Tiere und Passanten viel zu einer besseren Umgebung beigetragen.
Nine Noir Lives

Fazit:
Ein ganz nettes kleines Point-and-Click-Adventure, das allerdings sehr klassisch ist. Es nervt einfach, nur wenn man Objekte sowohl benutzen, anschauen als auch dran lecken kann. Vor allem, wenn letzteres in den meisten Fällen nur ein netter Gag ist. Außerdem ist im Story-Modus das Notizbuch viel zu ungenau um wirklich immer helfen zu können. Wer ein Fan von alten Adventures ist, wird sicherlich jede Menge Spaß haben, wer allerdings modernere Adventure gewöhnt ist, ist teilweise etwas genervt. Die tolle Story und Humor entlohnen das aber wieder und man bekommt ein gutes Gesamterlebnis.
Nine Noir Lives

Pluspunkte Minuspunkte
+ Humor
+ freies Speichern
+ sehr gutes Hinweissystem
+ logische Rätsel
– Katzen
– keine deutsche Sprachausgabe
– nicht kontextsensitiv
– starke Frameeinbrüche

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NoFear13

Deisim

am 06. September 2022 unter Aufbauspiel, Indie-Games, Review, Simulation, Test, VR abgelegt

Story:
Du bist ein Gott! Zu Beginn ist nur ein einzelnes kleines Landstück vorhanden, dies gilt es jetzt zu erweitern. Also schafft man weiteres Grasland, Wälder und Seen. Bald wird die Welt von den ersten Menschen bevölkert. Dies wünschen sich neben Holz, Stein für ihre Behausungen und natürlich Tiere zu jagen. Also erfüllt man ihnen als guter Gott auch diese Wünsche. Eine wirkliche Hintergrundgeschichte ist nicht vorhanden. Diese ist zwar nicht notwendig, wäre aber schön gewesen. Vor allem da ab und an ein Tutorial fehlt und man durch Zufall oder Forum die Lösung finden muss, diese hätte man schön mit einer Story und Aufgaben verbinden können.
Deisim

Grafik:
Die Grafik ist ganz ordentlich. Die Texturen sind zwar eher grob und die Objekte eher kantig. Daneben sind aber nette Schatteneffekte vorhanden, selbst die eigenen Götterhände haben Schatten. Gerade in VR wirkt die Grafik recht gut, nüchtern betrachtet fehlen allerdings Spiegelungseffekte und jede neuartige Technik. Dafür läuft das Spiel flüssig und mit hohen FPS, was vor allem in VR ja wichtig ist.
Deisim

Sound:
Im Hintergrund spielt eine angenehme, aber eintönige Musik. Daneben hört man eher simple Soundeffekte, die aber gut veranschaulichen was gerade passiert. Die Soundeffekte für die Wunder sind ganz gut und geben ein gutes Feedback. Insgesamt wäre aber deutlich mehr möglich gewesen, so hört man die Bevölkerung eher kaum, wenn sie nicht gerade wieder Krieg führen. Das Spiel ist zwar auf Deutsch verfügbar, entsprechende Texte zu Spielereignissen erhält man in Deutsch, aber ohne Sprachausgabe. Das hätte aber wohl auch mehr genervt, wenn man ständig auf Ereignisse in Sprachform hingewiesen worden wäre.
Deisim

Steuerung:
Das Spiel wird ganz typisch mit den Bewegungscontrollern gesteuert und man kann anpassen wie man sich genau durch die Welt bewegen will. So kann man einstellen wie stark man sich mit den Bewegungscontrollern dreht und ob man sich per Teleport, Smooth oder Grip durch die Welt bewegen möchte. Ansonsten ruft man mit dem rechten Bewegungscontroller durch Druck der A-Taste oder falls nicht vorhanden durch Druck nach oben das Wundermenü auf. Dort greift man dann das gewünschte wunder und wirft es auf die Welt. Mit der Menü-Taste des rechten Controller kann man zoomen, mit der der linken ruft man das Menü auf.
Deisim

Spielspaß:
Am Anfang findet man sich auf einer leeren Welt, mit nur einer Kachel wieder. Dann erhält man ein kurzes Tutorial, welches das Spiel ganz grundsätzlich erklärt aber einiges offen lässt. Sobald man die ersten Graslandschaften erstellt hat lassen sich dort Menschen nieder. Anschließend erschafft man Wälder und Seen um ihre Grundbedürfnisse zu erfüllen. Auf allen Kacheln kann man dann Tiere erschaffen, die das Bedürfnis nach Fleisch und Fell erfüllen. Später muss man dann Steine auf einer Kachel erschaffen, die für die Steinhäuser benötigt werden. Schnell landen die Menschen im Kupfer-, Eisen- und Gold-Zeitalter. Dafür muss man Minen erschaffen, auf der Graslandschaft wird es eine Kupfermine. Für andere Minen bekommt man jetzt neue Kachel-Typen in Form von Wundern, wie die Schneekachel und die Wüstenkachel. Hat man genug Eiskacheln platziert, schafft man dort ein Volk was Eisen verarbeitet, entsprechend erschafft man auf Eislanden Eisenminen. In der Wüste lebt das Volk was Gold verarbeitet, entsprechend schafft man hier Goldminen. Jetzt benötigen die verschiedenen Völker Sachen, die sie nicht selbst produzieren können, so wird aus Eisen, Waffen und aus Gold, Schmuck. Entsprechend schafft man per Inspiration eine erste Hauptstadt für die Welt, diese zieht bald in den Krieg und erobert die anderen beiden Städte. Jetzt werden die Ressourcen zwischen den Städten gehandelt und jede Stadt bekommt das, was sie benötigt.
Deisim
Daneben benötigt jede Stadt jetzt Kohle, diese wird in Kohlenminen geschürft, die man aus Wald-Kacheln erschaffen kann. Auch wird jetzt Öl benötigt, dieses schaffen die Wüstenstädte automatisch, indem sie vollautomatisch eine Ölpumpe bauen. Schnell steigen die Städte jetzt durch alle Zeitalter auf und werden zur modernen Stadt. Um zur futuristischen Stadt zu werden, benötigen sie jetzt ein Raumschiff, praktischerweise wird man regelmäßig davon heimgesucht, man nimmt also das Raumschiff und wirft es auf den Boden, jetzt kann die Bevölkerung es ausschlachten und ins letzte Zeitalter vorrücken. Für all dies benötigt man ca. 2 Stunden, danach kann man neue Städte und Königreiche aufziehen, die regelmäßig in den Kampf ziehen, um andere Städte in ihr König- und Kaiserreich zu bekommen, oder sie rebellieren und kündigen ihr eigenes Königreich. Wie viel Sinn es an dieser Stelle noch macht mit allen freigehaltenen Kacheln, Wunder oder auch Seuchen noch weiterzuspielen muss jeder selbst wissen. Eventuell zerstört man zum Schluss noch seine Welt mit den ganzen Seuchen, Stürmen und Feuer. Da man jederzeit frei speichern kann, kann man danach seine Welt ja wieder herstellen. Nach spätestens 3 Stunden ist bei den aller Meisten dann wohl die Luft raus. Auch wenn durch immer mal wieder auftretende, abstellbare, Katastrophen oder Ketzer, die man entsorgen sollte, etwas Abwechslung vorhanden ist.
Deisim

Spielwelt:
Da man die Spielwelt aus sehr wenigen Kacheln selber schafft, ist sie zwar einzigartig aber bietet kaum Details. Die Bevölkerung läuft zwar authentisch umher und beschafft die einzelnen Materialien, hat aber auch sonst nichts weiter zu tun, wie einfach mal eine Feier zu veranstalten oder auch einfach zu schlafen. Es ist aber auch immer Tag im Spiel, ein dynamischer Tag- und Nachtwechsel ist nicht vorhanden. Auch die Tierwelt wirkt wenig glaubwürdig, so erschafft man zwar verschiedene Tiere je nach Kachel, diese laufen dann aber nur sinnlos umher. Insgesamt wirkt die Spielwelt etwas leer und wenig glaubwürdig, hier wäre durchaus mehr möglich gewesen. Schön sind hingegen die verschiedenen Städte, denen man sowohl ihren Typ als auch Zeitalter schon von weiten erkennt.
Deisim

Fazit:
Ein nettes kleines Götter-VR-Spiel, das allerdings nur sehr wenig Umfang hat und man dadurch in 2 Stunden wirklich alles gesehen hat. Stellenweise fehlt es dem Spiel auch an etwas Beschreibung, dass die Kohlemine nur im normalen Wald oder Sumpf entstehen kann, nicht aber in anderen Wäldern, muss man erstmal wissen. Auch, dass das unbekannte Objekt im End-Game ein Raumschiff-Teil ist und man ein Raumschiff auf den Boden werfen muss, verrät das Spiel selbst nicht. Wer wieder einmal eine nette kleine Göttersimulation sucht und den nächsten Sale abwartet, bekommt ein ganz nettes Spiel. Wer allerdings eine umfangreiches Aufbau- und Strategie-Spiel in VR sucht, wird hier enttäuscht sein.
Deisim

Pluspunkte Minuspunkte
+ Göttersimulation
+ Menschen machen alles automatisch
+ man selbst schafft nur die Rahmenbedingungen
+ VR
+ freies Speichern
+ intuitive Steuerung
+ deaktivierbare Katastrophen
+ deaktivierbare Ketzer
– wenig Umfang
– etwas leblose und leere Spielwelt

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NoFear13

Destroy All Humans! 2 – Reprobed

am 05. September 2022 unter Action, Review, Test abgelegt

Story:
Man spielt einen Clone des aus Teil 1 bekannten Crypto. Dieser gibt sich als Präsident aus und feiert gerade auf der Erde. Als das Mutterschiff zerstört wird und dadurch seine Tarnung auffliegt. Sein Alien-Chef Pox wurde hierbei in seine Einzelteile zerlegt, konnte seinen Verstand aber zum Glück noch in eine Holo-Box laden. Man übt jetzt blutige Rache an den Menschen und vor allem an dem Typ der die KGB-Agenten zur Party eingeladen hat. Im Verlauf der Geschichte trifft man auf alle möglichen Feinde aber auch Verbündete. Außerdem auf einen weit gefährlicheren Feind, als die KGB, den man eigentlich als längst komplett besiegt und ausgerottet wägt.
Destroy All Humans! 2 – Reprobed

Grafik:
Eine sehr gute 3D-Grafik mit einem leichten comiclook. Es sind gute Schatten- und Spiegelungseffekte vorhanden. Leider kein Raytracing, was man gelegentlich an den Spiegelungen merkt. Das stört aber weniger und das Spiel sieht auch so sehr gut aus. Das Spiel läuft mit 3 stelligen Werten und das ohne DLSS oder AMD FidelityFX. Beides ist aber vorhanden und kann bei 4K für höhere Frames aktiviert werden. Ansonsten läuft das Spiel recht flüssig und hat nur sehr selten kleinere Ruckler. Insgesamt sehr ordentlich, obwohl noch minimal Luft nach oben wäre.
Destroy All Humans! 2 – Reprobed

Sound:
Das Spiel ist auf Deutsch verfügbar, inkl. deutscher Sprachausgabe. Die Sprecher sind sehr gut und haben teilweise russische Dialekte um authentischer zu wirken. Diese haben auch einen hervorragenden Wortwitz und unterstützen den Humor des Spiels. Leider sind hier einige kleine Fehler vorhanden, so kann es schon mal passieren, dass ein Charakter mehrfach spricht, wenn man ihn in seinem Satz unterbricht. Auch sind manche Sprechpausen etwas ungewöhnlich, alles aber nichts Gravierendes. Im Hintergrund spielt eine passende Musik, die sich der Situation anpasst. Daneben hört man passende Geräusche, wie den Wind, Vögel und Grillen. Natürlich auch jede Menge schreiende Menschen und Explosionen. Die restlichen Soundeffekte sind hervorragend und geben ein sehr gutes Feedback. Insgesamt ist die Soundkulisse echt gut und trägt jede Menge zur Atmosphäre bei.
Destroy All Humans! 2 – Reprobed

Steuerung:
Das Spiel wird erstmal ganz typisch gesteuert. Mit WASD bewegt man sich mit einem Mausklick schießt man alles über den Haufen. Daneben hat man natürlich alle möglichen Psi-Fähigkeiten, die auf alle möglichen Tasten sinnvoll belegt sind. Diese kennt man auch alle schon aus dem ersten Teil und es gibt lediglich eine neue Fähigkeit, die man im Verlauf erlernt. Mit Rechtsklick kann man daher nicht zielen, sondern nutzt die Telekinese. Die Steuerung geht sehr gut von der Hand und gibt keine größeren Schwierigkeiten auf. Sie nutzt auch die volle Bandbreite der Tastatur aus und alles liegt auf einer Taste. Lediglich das Landen des Raumschiffs und das Zerlegen von Kisten und Menschen ist auf einer Taste gelandet. Das stört aber nicht wirklich außer man hat einen Fehler und kann nicht landen, sondern reist den Menschen die Hirne aus dem Körper. Die Steuerung kann frei angepasst werden, inkl. der Mausbelegung und alternativen Tasten. Gerade letzteres wünscht man sich eigentlich standardmäßig auf dem PC.
Destroy All Humans! 2 – Reprobed

Spielspaß:
Zu Beginn wählt man einen Schwierigkeitsgrad. Der leichteste ist gut schaffbar, lediglich zum Ende hin wird auch dieser etwas knackig. Im Spielverlauf erhält man immer mal wieder kurze schriftliche Tutorials, wenn eine neue Fähigkeit, Waffe oder Spielelement hinzukommt. Im Spiel erfüllt man dann Missionen, diese haben immer Zusatzziele. Für die Missionen und die Zusatzziele erhält man Furotech-Zellen, für Schlüsselmissionen sogar Furotech-Reaktoren. Diese Furotech-Einheiten kann man für die Verbesserung der Ausrüstung nutzen, die Reaktoren werden für die letzte besondere Stufe benötigt. Leider sind die Furotech-Zellen auch wieder in Form von Sammelobjekten vorhanden und überall unmarkiert verteilt. Daneben kann man die DNA von den Bewohnern sammeln, um damit seine Psi-Fähigkeiten zu verbessern. Dafür saugt man sie einfach mit dem Raumschiff auf.
Destroy All Humans! 2 – Reprobed
Das Spiel ist wieder ein typisches Open-World-Ding. Neben den normalen Hauptmissionen kann man jede Menge Nebenmissionen und anderen Kram machen. So kann man sein Raumschiff nur in Landezonen rufen und landen, diese muss man allerdings erst freischalten, indem man kleinere Aufgaben erfüllt. Diese sind in Form von, beschaffe 3 Menschen oder entsorge die Schilder in der Nähe. Daneben wimmelt es von weiteren Sammelobjekten in Form von Song, Postern und weiteren Mist. Die Nebenmissionen sind aber ganz nett und abwechslungsreich und sind das einzige Open-World-Element, das wirklich zusätzlichen Spaß bringt. Das Spiel speichert nur automatisch, ein freies Speichern ist nicht möglich. Nach ca. 10 Stunden ist man mit der Hauptstory durch, dann kann man die restlichen Nebenmissionen, teilweise sogar solche die erst nach Abschluss des Spiels verfügbar werden, abschließen. Für alle Nebenmissionen benötigt man weitere 10 Stunden, wer alle Sammelobjekte braucht, wird wohl weitere 10 bis 20 Stunden, mit Guide, benötigen. Alles in Allem ein guter Umfang und gerade die Nebenmissionen lohnen sich.
Destroy All Humans! 2 – Reprobed

Spielwelt:
Kleinere Gebiete einer offenen Welt, zwischen denen man mit dem Raumschiff frei reisen kann. Diese ist mit vielen Details und verschiedenen Umgebungen ausgestattet. Wenn es richtig rund geht, explodieren Gebäude in ihre einzelnen Elemente. Die Straßen sind voller Passanden, die sinnlos durch die Gegend laufen oder irgendwo chillen. Teilweise kann man ganz lustige Details entdecken, wie Anspielungen auf Film- und Fernsehen oder Figuren, die ungewöhnliche Dinge tun. Die Menschen sind allerdings etwas überempfindlich, wenn sie unseren nicht getarnten Hauptdarsteller sehen. Wie im Vorgänger kann man nämlich Personen übernehmen und sich so tarnen. In den Zwischensequenzen ist ihnen hingegen alles scheiß egal, so ignorieren alle Passenden unseren Helden und es gibt teilweise lustige Szenen, wenn man gerade noch einen Feind losgeworden ist. Ansonsten ist leider nicht viel in der Welt los, Tiere sucht man fast vergebens, nur die Pflanzen bewegen sich etwas im Wind. Daneben hinterlässt man auch nur selbst Spuren im Schnee, NPCs rennen hier ohne Nachweis durch. Großer Pluspunkt ist der Humor des Spiels, es sind reichlich dumme Sprüche und Schimpfwörter vorhanden. Insgesamt wirkt die Welt einigermaßen realistisch und auch lebendig genug. Die Story und einige Spielelemente haben aber deutliche Logikfehler, über die man hinwegsehen muss.
Destroy All Humans! 2 – Reprobed

Fazit:
Destroy All Humans!2 Reprobed ist ein absoluter Pflichtkauf für alle die auf sinnlose Gewalt und schrägen Humor stehen und das Original-Spiel für die Konsole nicht besitzen oder es sehr geliebt haben. Das Spiel wurde ordentlich aufpoliert und bietet Grafik-, Steuerungs- und Sound-Technisch alles was man im 21. Jahrhundert erwartet. Lediglich die Spielelemente sind teilweise etwas schlecht gealtert, so bieten die Missionen bis auf neue Waffen fast nie wirklich Abwechslung, es ist meistens Laufe nach A und töte Person B. Lediglich einige Nebenmissionen sind ganz witzig und bieten Abwechslung. Man muss daher schon den Humor und die sinnlose Gewalt von Destroy All Humans mögen, um wirklich Spaß zu haben. Sind diese Voraussetzungen aber erfüllt hat man Spaß in Hülle und Fülle.
Destroy All Humans! 2 – Reprobed

Pluspunkte Minuspunkte
+ Grafik
+ Humor
+ Anspielungen auf Politik, Film, Serien und Gaming
+ Sound
+ alternative Tasten
+ Steuerung
+ Kraftausdrücke
+ Gewalt
– Sammelobjekte
– kein freies Speichern
– Logikfehler

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NoFear13

MythBusters: The Game – Crazy Experiments Simulator

am 03. September 2022 unter Review, Simulation, Test abgelegt

Story:
Man schlüpft in die Rolle eines angehenden Mythbusters. Es gilt also verschiedene Mythen zu widerlegen oder zu bestätigen. Das Ganze ist im TV-Format, entsprechend muss man drauf achten die Zuschauer zufriedenzustellen. Eine wirklich große zusammenhängende Hintergrundgeschichte ist allerdings nicht vorhanden.
MythBusters: The Game – Crazy Experiments Simulator

Grafik:
Eine eher veraltete 3D-Grafik, mit lediglich einigen ganz netten Schatteneffekten. Die Grafik ist in Ordnung, es wäre aber mehr möglich gewesen. Die Texturen sind in Ordnung und haben einige Details. Es fehlen aber moderne Techniken wie Raytracing oder DLSS, außerdem lässt die Performance etwas zu wünschen übrig. Das Spiel schwankt zwischen mittleren 2 stelligen Werten zu 3 stelligen Werten, entsprechend kommt es zu wahrnehmbaren Microrucklern. Hier hätte noch etwas Optimierungsbedarf bestanden.
MythBusters: The Game – Crazy Experiments Simulator

Sound:
Das Spiel ist auf Deutsch verfügbar, die Übersetzung aber eher suboptimal. So sind die Sachen zwar nicht falsch aber eher ungewöhnlich übersetzt, so wird aus Graphic, Graphik. Aus den Gameplay-Einstellungen, die man initial finden muss, um auf Deutsch umzustellen, wird Spielablauf. Man versteht aber was das Spiel von einem will und bei längeren Sätzen passt auch alles. Leider ist keine Sprachausgabe vorhanden, hier wäre schön gewesen, wenn die Mythen nicht nur in Schriftform dargestellt würden. Im Hintergrund spielt eine angenehme, aber eintönige und sich ständig wiederholende Rockmusik. Ansonsten hört man im Hintergrund nur ein leichtes Rauschen. Die restlichen Soundeffekte, wie die Säge und der Klang der Experimente ist authentisch. Das Spiel gibt so ein gutes Feedback.
MythBusters: The Game – Crazy Experiments Simulator

Steuerung:
Das Spiel wird ganz typische gesteuert. Es gibt einige Sondertasten, wie das man mit Z zwischen dem Montage und Demontage-Modus wechselt. Mit Q öffnet man das Notizbuch, mit C und X blättert man hier um. Warum nicht mit der rechten und linken Maustaste oder dem Mausrad, bleibt ein Rätsel. Die Steuerung ist zwar frei anpassbar, es ist aber nicht möglich dies auf die Maustasten zu legen, sondern lediglich auf Seitentasten der Maus. Mit T lassen sich zudem die Seiten im Notizbuch abhaken, um für sich zu markieren, was man schon fertiggestellt hat.
MythBusters: The Game – Crazy Experiments Simulator

Spielspaß:
Zu Beginn jeder TV-Episode wählt man einen Mythos und ein Team-Mitglied (Karte). Die Team-Mitglieder (Karten) geben verschiedene Boni oder Mali. So gibt ein Team-Mitglied 3-faches Geld, dafür aber weniger Zuschauer. Dann geht es an die Blaupause, hier muss man verschiedene kleine Puzzle lösen, um die Blaupause zum Bau fertigzustellen. Die Minispiele sind ganz witzig aber haben nicht viel mit dem Experiment zu tun, z. B. muss man eine richtige Prozentzahl einer geometrischen Figur füllen. Daneben gibt es simple Rohrpuzzle zu lösen, alles nichts Spannendes und eher witzlos. Falls man mal ein Puzzle nicht gelöst bekommt kann man sich einen Hinweis anzeigen lassen. Nach der Blaupause wird im Notizbuch alles angezeigt was man benötigt. Hier muss man dann die richtigen Objekte kaufen und dann zusammen bauen. Auch das Alles ist mit Minispielen verbunden, diese sind aber schon wesentlich passender. Sobald man alles hergestellt hat, geht es zum entsprechenden Testplatz und zum finalen Aufbau. Dann schließt man das Experiment ab, es gibt jede Menge Zusatzziele. Für den Abschluss von diesen erhält man zusätzliche Karten. Mit den Karten schneidet man dann zum Schluss seine Episode zusammen. Da sowohl das Team-Mitglied eine Karte, wie auch die Ziele und Zusatzziele kann man diese jetzt einsetzen. Alle diese Karten haben verschiedene Boni und/oder Mali, außerdem haben sie einen bestimmten Zeitwert. Man muss jetzt mit 5 Karten eine Episode zusammen basteln die mindestens 45 Minuten aber höchsten 60 Minuten ist.
MythBusters: The Game – Crazy Experiments Simulator
Dann erhält man passend neue Zuschauer, Geld und Erfahrungspunkte. Mit den Erfahrungspunkten kann man sich Vorteile kaufen, wie günstiger Preise, mehr Platz im Rucksack und vieles mehr. Daneben auch einen Assistenten, der unsichtbar die Sachen an den Werkbänken zusammen baut. Vorausgesetzt man hat das Objekt schon einmal gebaut, da es zu jedem Objekt verschiedene Varianten gibt. Zu Beginn erhält man zu den meisten dieser Elemente ein kurzes Tutorial. Insgesamt gibt es 5 Mythen zu klären, die allesamt plausible sind, falls man sie richtig ausführt. Hier kann man auch im Bau variieren und verschiedenste Bauweisen und Materialien nutzen. Diese Mythen sind in jeweils 3 weitere Stufen unterteilt, die immer aufwändiger und schwerer werden. Nach ca. 4 Stunden hat man alle Mythen gesehen und es reicht dann auch langsam, da das Spiel sehr in Arbeit ausartet, bis man zum spaßigen Teil des Experimentes kommt. Um die letzte Stufe jedes Mythos zu erreichen braucht man nochmal die gleiche Zeit. Hier hat man den Vorteil, dass die Experimente erhalten bleiben, falls man sie repariert hat, oder man die Sachen vom Schrottplatz retten kann. Das Spiel speichert nur automatisch, ein freies Speichern ist nicht möglich.
MythBusters: The Game – Crazy Experiments Simulator

Spielwelt:
Eine authentisch eingerichtete Werkstatt und drei Schauorte, die man für die Mythen braucht. Diese sind alle authentisch eingerichtet, aber meist etwas karg und auf die Mythen beschränkt. Die Mythen sind ebenfalls authentisch und aus der Serie bekannt, man wird jetzt also keine neuen Experimente vorfinden. Lediglich etwas motiviert wurde der ein oder andere Mythos, sodass manche wohl einige nicht wirklich so in der Realität funktionieren würden, z. B. die Kugel über 8 Rohre zu lenken. Die Spielwelt wirkt leider leer, von den Assistenten sieht man nichts, diese erledigen unsichtbar die aufgetragene Arbeit. Das Team-Mitglied ist ebenfalls nie sichtbar, auch die Schauorte sind völlig leblos, kein Tier weit und breit. Das Spiel konzentriert sich also voll auf die Experimente die auch jede Menge Sprengstoff und dadurch Spaß machen. Wenn der lästige Aufbau vorher nicht wäre, aber das gehört halt leider dazu, ist aber vielleicht leicht zu realistisch dargestellt.
MythBusters: The Game – Crazy Experiments Simulator

Fazit:
Das Spiel ist für Fans der Serie auf jeden Fall ganz in Ordnung. Es sind 5 recht beliebte Mythen vorhanden, die man allesamt nachbauen und nacherleben kann. Leider ist der Bau der Experimente schon recht anstrengend, hier hätte man auch vieles vereinfachen können und dem Spieler einfach nur die Wahl geben können welche Materialien er genau verwenden möchte. Die Experimente spielen sich authentisch und machen jede Menge Spaß. Wer mit nur 5 Experimenten in 3 Stufen leben kann, bekommt zum Preis von gerade einmal 11 Euro ein ganz gutes Spiel.
MythBusters: The Game – Crazy Experiments Simulator

Pluspunkte Minuspunkte
+ Hinweise
+ Montage des Mythos
+ Test des Mythos
+ Assistent der bereits gebautes erneut baut
+ Variation des Experiments
– keine Sprachausgabe
– kein freies Speichern
– Blaupausen-Puzzle haben nichts mit dem Mythos zu tun
– nur 5 Mythen in 3 Stufen
– Spielwelt leblos
– …-Simulator

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NoFear13

Gerda: A Flame in Winter

am 02. September 2022 unter Abenteuer, Review, Test abgelegt

Story:
Man spielt die junge Gerda im Jahr 1940 in Dänemark. Diese kommt nach der Schwesternschule in ihre Heimat zurück und wird dort von ihrem Freund und ihrem Vater begrüßt. Schon bald wird man mit dem Krieg und seinen Folgen konfrontiert. Hier erfährt man dann auch oftmals Tatsachen aus der Geschichte des Zweiten Weltkriegs rund um Dänemark. Schon bald geht eine Bombe in der lokalen Fabrik hoch. Gerdas Mann wird beschuldigt etwas damit zu tun zu haben. Gerda möchte nun ihren von der Gestapo festgehaltenen und gefolterten Mann helfen. Dabei erfährt sie mehr zu dem Widerstand, in dem ihr Mann heimlich war.
Gerda: A Flame in Winter

Grafik:
Eine 3D Grafik, die stark an ein Gemälde erinnert. Heißt die ganzen Figuren und die Texturen sind leicht verwaschen und recht grob. Es sind ganz nette Schatteneffekte passenden zur Lichtquelle vorhanden, sonst aber keine großartigen andere Effekte. Dafür läuft das Spiel flüssig mit maximalen FPS. Leider werden die Dialoge und Zwischensequenzen mit kleinen hässlichen schwarzen Balken dargestellt. Das Einzige, was man auch wirklich einstellen kann, ist, ob die verbotenen bzw. anstößigen Flaggen im Spiel zensiert werden.
Gerda: A Flame in Winter

Sound:
Das Spiel ist auf Deutsch verfügbar, hat aber oftmals keine Sprachausgabe. Wenn das Spiel mal vertont ist, ist das Spiel entweder auf Englisch oder Dänisch. Im Hintergrund hört man passende Soundeffekte, wie einen Akkordeon-Spieler am Bahnhof. Daneben hört man den Wind oder andere passende Geräusche wie die Passanden. Ab und an spielt eine passende Hintergrundmusik, diese passt sowohl zur aktuellen Stimmung als auch zum Zeitalter des Spiels. Die restlichen Soundeffekte sind ganz gut und geben ein gutes Feedback.
Gerda: A Flame in Winter

Steuerung:
Das Spiel kann komplett mit der Maus oder Tastatur oder eine Mischung gespielt werden. Die Steuerung ist typisch mit WASD bewegt man sich, wahlweise mit Klick der Maus. Mit der Leertaste oder der Maus wählt man aus mit wem oder was man interagieren möchte. G dient zum Anzeigen des nächsten Ziels, wahlweise klickt man hier auf Gerda. Mit 1 bis 4 wählt man die Dialogoptionen, wahlweise einfach mit der Maus. Die Steuerung ist fest vorgegeben und kann nicht angepasst werden, die Standard-Steuerung geht aber ganz gut von der Hand.
Gerda: A Flame in Winter

Spielspaß:
Ein ganz typisches Abenteuer-Spiel. Die Besonderheit liegt zum einen im Szenario des Zweiten Weltkriegs. Zum anderen trifft man Entscheidungen in den Dialogen, die sich auf die Attribute und das Vertrauen der Mitmenschen auswirken. Wie genau wird direkt nach der Auswahl am rechten Bildschirmrand angezeigt. Diese wirken sich dann wieder auf ungewisse Entscheidungen aus, die erst ausgewürfelt werden. Umso höher die Attribute, umso leichter der Wurf. Teilweise kann man bestimmte Aktionen nur wählen, wenn man bestimmte Voraussetzung erfüllt, wie den richtigen Gegenstand oder Attribute. Zu Beginn erhält man über all dies ein kurzes Tutorial. Das Attributs- und Vertrauens-System ist etwas komisch. Dass man bei den meisten Menschen, die man seit Jahren kennt, mit der Vertrauensstufe 0 startet, die eigene beste Freundin und die Nachbarn werden doch mehr Vertrauen in einen setzen oder eventuell weniger. Der einzige mit mehr Vertrauen ist der eigene Freund und Ehemann, hier wird es auch schwer sonst Vertrauen aufzubauen. Auch das alle Attribute zu Anfang 0 sind ist mehr als merkwürdig und auch das man diese abgezogen bekommt für Aktionen ist schon komisch, als würde das Mitgefühl abnehmen nur, weil man jemanden hilft. Entschuldige bitte, mein Mitgefühl ist aufgebraucht, ich kann dir heute nicht mehr helfen. Mehr als unwahrscheinlich, entweder man hat ein höheres Mitgefühl, Logik oder Wahrnehmung, als man benötigt oder halt nicht. Besser wäre hier gewesen, wenn widersprüchliche Aktionen die Attribute senken, z. B. wenn man halt einem Mitmenschen nicht hilft und man für bestimmte Aktionen einen Mindestwert benötigt hätte. Schon gleich zu Beginn wird man mit der Politik der damaligen Zeit konfrontiert. So ist Gerdas Vater dafür, dass Deutschland die alten Grenzen wieder herstellt. Entscheidungen, die man hier trifft, wirken sich aus wie gut man die Ansichten der entsprechenden Fraktion versteht. Daneben haben Entscheidungen teilweise größere Auswirkungen auf den Spielverlauf.
Gerda: A Flame in Winter
Das Spiel wird leider nur automatisch gespeichert, und zwar jedes Mal, wenn man auf die Übersichtskarte kommt, bevor es zur nächsten Location geht. Ein freies Speichern ist nicht möglich, Fehlentscheidungen oder Fehlwürfe sind so endgültig, falls man das Spiel nicht vor dem nächsten Kartenbesuch beendet. Das größte Problem des Spieles ist, dass der Ehemann den man 10 Minuten kennengelernt hat gleich verhaftet wird, die Bindung ist so für den Spieler kaum vorhanden. Gerda hingegen ist total verschossen in diesen Mann und will alles tun, um ihn zu helfen. So drehen sich die Entscheidungen nur darum wie man ihrem Ehemann helfen möchte und nicht ob. Das macht das Spiel fast unerträglich, weil sich Gerda in immer größere Schwierigkeiten bringt, anstatt ihren Mann einfach aufzugeben und mit der Gestapo zu arbeiten. Was zwar geschichtlich gesehen nicht die beste Entscheidung wäre, aber einfach aus persönlicher Sicht von Gerda die richtige Entscheidung. Dazu kommt noch das man ja die ganze Zeit die Fraktionsansicht hat, hier wird angezeigt, dass man Pluspunkte bei den Besetzern sammelt und Minuspunkte bei dem Widerstand. Das macht es irgendwie noch lächerlicher, dass man nie wirklich mit den Besetzern zusammenarbeiten kann, außer wenn man mal ein paar Deserteure verrät. Das Einzige was einen wirklich etwas am Ball hält ist der geschichtliche Bezug und Hintergründe, falls man sich dafür interessiert. Nach ca. 8 Stunden ist man dann durch und muss mit den Konsequenzen seiner Entscheidungen leben. Ein Erneutes durchspielen lohnt sich dann nur bedingt, da man viele Konsequenzen bereits kennt.
Gerda: A Flame in Winter

Spielwelt:
Es ist immer echt viel los in der Spielwelt. So findet man immer reichlich Passanden und Soldaten auf den Straßen vor. Diese gehen ihrem Tagwerk nach und verhalten sich auch so authentisch. Auch die Welt passt in das Jahr und wird authentisch wiedergeben. Die Umgebung haben jede Menge Details und sind Abwechslungsreich gestaltet. Das Dorf ist allerdings recht klein und in kürzester Zeit hat man alle Schauorte einmal gesehen. Man selbst und die Passanden werfen etwas den Schnee auf, wenn sie hindurch Laufen. Die Story ist mehr als unglaubwürdig, weder Gerda hätte sich wohl so verhalten noch die Gestapo wäre so mit der Frau eines Widerstands-Mitglieds umgegangen. Ansonsten wirkt die Welt lebendig und die Umgebung passt zur Zeit, in der das Spiel spielt.
Gerda: A Flame in Winter

Fazit:
Gerda ist ein eher mittelmäßiges Spiel, dass von den Entscheidungen, die man trifft, lebt. Das Spiel spielt, hat allerdings ein eher schweres Thema mit dem Zweiten Weltkrieg gewählt. Da es sich aber um die Besetzung von Dänemark dreht, erfährt man eher am Rand von dem Kriegs-Geschehen. Es dreht sich eher darum wie die Dänen mit der Besetzung umgegangen sind. Durch dieses eher kritische Thema sind diese Entscheidungen bewusst so gewählt, dass man nicht in Bedrängnis kommt wirklich die Nazis zu unterstützen. Leider gibt, dass einem etwas das Gefühl die ganze Zeit die falschen Entscheidungen zu treffen, da man Gerda so immer tiefer in den Mist reitet, statt einfach den Besetzern nachzugeben und den Ehemann als Verräter hinrichten zu lassen. Vor allem da das Fraktionssystem, dass das Spiel eingebaut wurde, hindeutet das man eher Pluspunkte bei den Besetzern oder Widerstand sammelt, aber nur zweiteren richtigerweise unterstützen kann. Daher eher ein Spiel für Leute die sich für die Geschichte von Dänemark im Zweiten Weltkrieg interessieren. Für alle anderen ist die Kost zu schwer und Umsetzung zu ungeschickt, um wirklich Spaß zu haben.
Gerda: A Flame in Winter

Pluspunkte Minuspunkte
+ Möglichkeit Flaggen zensieren zu lassen oder darzustellen
+ Vertrauen und Attribute
+ die sich auf Zufallswürfe auswirken
+ Geschichte
+ Hintergründe zum zweiten Weltkrieg
+ Entscheidungen
– alle Attribute und Vertrauen zu Beginn bei 0
– Attribute werden abgezogen wenn man sie verwendet
– oftmals keine Sprachausgabe
– keine freie Tastenbelegung
– schwarze Balken
– kein freies Speichern

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