Anmelden

Was haltet ihr von unseren Let's Hunt auf Youtube?

Ergebnis anzeigen
Zum Archiv

Shoutbox

Bitte Javascript aktivieren.

Name:
Message:
  • AGE18
  • AllInkl
  • Humble Bundle
  • zBlog Top Liste
  • zBloggerAmt


avatar

NoFear13

Madison

am 09. Juli 2022 unter Horror, Indie-Games, Review, Test abgelegt

Story:
Mit heftigen Kopfschmerzen wacht man in einem dunklen Zimmer voller Blut auf. Vor einem befindet sich eine Dose mit 2 Polaroid-Fotos von einem abgetrennten Arm und Fuß. An die Tür klopft ein weinender Mann, den die Hauptfigur Vater nennt, die Tür ist aber verschlossen. Der Mann vor der Tür schreit irgendetwas davon, dass man nicht sein Sohn wäre und dass man ihm seinen Sohn zurückbringen soll. Man flüchtet durch einen schmalen Gang im Kleiderschrank zum Haus der verstorbenen Großeltern. Dort erfährt man, dass Vater denkt, dass man von einem Dämonen besessen ist und einen Priester verständigt hat. Im Spielverlauf bemerkt man schnell, dass Vater gar nicht so falsch liegen könnte. Das Haus verhält sich komisch und auch der Priester hat etwas von Halluzinationen erzählt, die bei einer Besessenheit vorkommen. Die Story ist spannend und alles wird innerhalb der Story mehr oder weniger logisch erklärt. Ein Happy End sollte man aber nicht erwarten, das Ende ist horrortypisch etwas finsterer.
Madison

Grafik:
Die Grafik ist ganz in Ordnung, aber nicht ganz auf dem aktuellen Stand der Technik. So sind keine modernen Techniken wie Raytracing vorhanden. Die Texturen sind aber in Ordnung und haben einen gewissen Tiefeneffekt. Es sind nette Schatteneffekte, abhängig von der Lichtquelle, vorhanden und die glatten Oberflächen spiegeln das Licht leicht. Die Grafik haut trotzdem niemanden mehr vom Hocker, läuft dafür aber stabil mit hohen FPS. Auch Widescreens aller Art werden unterstützt und da alle Szenen live gerendert sind, gibt es auch keine hässlichen Balken. Sehr gut gemacht so erwartet man dies im 21. Jahrhundert, schade dass das so mancher AAA-Entwickler nicht hinbekommt. Lediglich recht wenig Grafikoptionen sind vorhanden, neben dem allgemeinen Detailgrad kann man nur die Spiegelungs- und Lichtqualität separat einstellen.
Madison

Sound:
Das Spiel ist grundsätzlich auf Deutsch verfügbar, hat aber nur eine englische Sprachausgabe. Die Sprecher sind recht gut und bringen die aktuelle Situation gut herüber. Im Hintergrund hört man eine gruselige Musik, die sich etwas anpasst. Daneben hört man für die Geräusche der einzelnen Zimmer, ständig klappert es ohne ersichtlichen Grund. Lediglich in der einen Szene, wo man hören muss, wenn der Feind kommt, nerven die anderen Geräusche etwas. Ansonsten ist die Soundkulisse echt gut und gibt ein gutes Feedback. Leider kann man auch nicht die einzelnen Elemente wie Musik, Sprache, etc. einzeln in ihrer Lautstärke steuern.
Madison

Steuerung:
Das Spiel wird größtenteils typisch gesteuert. Einige Sachen sind aber etwas ungewöhnlich, z. B. dass man mit Rechtsklick die Kamera, statt eine Waffe hervorholt, solche gibt es nämlich im Spiel nicht. Mit der Leertaste kann man sich gefundene Schriften mit Untertiteln übersetzen lassen. Mit den gefundenen Objekten im Inventar interagieren tut man mit der mittleren Maustaste. Mit dieser dreht man auch mal ein Objekt im Raum. Alles etwas gewöhnungsbedürftig, aber noch in Ordnung und schnell zu lernen. Die Steuerung ist fest vorgegeben und kann nicht angepasst werden. Im Spiel muss man Schubladen und Türen mit der Maus zu sich heranziehen, da das viel zu unempfindlich angesetzt ist, muss man die Maus mehrfach neu ansetzen um eine Tür oder Schublatte zu öffnen. Außerdem ist nicht immer klar, in welche Richtung man die Maus dafür bewegen muss. Falls man seine Maus allerdings empfindlicher einstellt, dreht man sich bei der leichtesten Mausbewegung dreimal um die eigene Achse. Weder kann die Empfindlichkeit für die Türen und Schubladen einzeln eingestellt werden, noch kann dieses dumme Feature deaktiviert werden. Dieses Feature, dass man die Schubladen manuell aufschieben muss, mag bei VR cool sein und versetzt einen in die Welt, so ist es einfach nur nervig und lächerlich. Was auch extrem nervig ist, ist die immer schwankende Kamera, wenn ich meine Maus nicht bewege, muss auch die Kamera still halten.
Madison

Spielspaß:
Beim Spielstart entscheidet man sich zwischen dem normalen und schweren Modus. Bei beiden kann man unendlich Fotos machen und das Spiel speichert automatisch. Dass man auf beides hinweist, deutet darauf hin, dass man eigentlich den Fehler, dass man nicht frei speichern kann in einem leichten Modus nicht machen wollte. Leider hat man sich dagegen entschieden. Außerdem war wohl ein Modus in Planung, bei dem die Anzahl der Fotos beschränkt sind und gegen den man sich zum Glück entscheiden hat. Unterscheiden tun sich die beiden Modi im Hinweissystem und der Schwierigkeit der Gegner. Empfohlen wird der normale Modus, ganz ehrlich den schweren hätte keiner gebraucht und man hätte ein freies Speichersystem einbauen müssen. Ansonsten ist das ganze ein typisches Horrorspiel in dem man kleine Rätsel lösen muss und es während dessen immer wieder zu Jump-Scare-Elementen kommt. Die meisten Rätsel sind recht einfach und logisch. Die Besonderheit ist die Polaroid-Kamera, die man an bestimmten Fotozonen verwenden muss, um ein Event auszulösen. Hierauf wird man aber im normalen Modus mit auf dem Boden verstreuten Polaroid-Fotos hingewiesen. Ein weiteres Spielelement, das nur dazu dient, den Spieler zu nerven ist die Inventarbeschränkung auf 8 Gegenstände. Da man nie weiß, was man noch gebrauchen könnte und was man in den Safes im Haus lagern muss, ist das einfach nur nervig und unnötig.
Madison
Man hat zwar überall im Spiel Safes, die sich ihren Inhalt teilen, es ist trotzdem nervig und unnötig, da man erst so einen Safe aufsuchen muss. Dann wieder einmal sinnlose Sammelobjekte in Form von roten und blauen Fotos, die keinen Spielwert bieten. Ein erster Spieldurchlauf wird zwischen 6 und 8 Stunden dauern, man schafft das Spiel aber auch locker in ca. 2 Stunden, dann erhält man sogar ein Achievement. Unser Testvideo zeigt einen kompletten Walkthrough in 2 Stunden. Im Spiel unterscheiden sich die Rätsel etwas, daher sind die Lösungen bei euch nicht 1 zu 1 gleich. Im Video wird aber auch immer gezeigt, wo ihr Hinweise für die Rätsel findet. Achtung, das Planet-Rätsel ist etwas fies, hier muss man immer die Planeten sortieren, allerdings sind Erde und Neptun verdreht, sodass man die Planeten einmal aufsteigen und einmal absteigend sortieren muss, je nachdem was in eurem Durchlauf der Fall ist. Da hänge ich dann kurz im Video, weil ich bei meinem ersten Gameplay anders sortieren musste und nicht mit dieser Gemeinheit gerechnet habe. Das Bilderrätsel ist recht simple, hier muss man entweder die Zahl abziehen oder drauf zählen, um auf die Zahl hinter der Mauer zu kommen. Beschäftigt euch außerdem nicht mit dem Zahlenschloss, dieses kann erst ganz zum Ende des Spiels geöffnet werden, auch hier ist die Kombination immer eine andere. Beim Aufzug ist nur darauf zu achten, dass zum Schluss alle Löcher in Richtung des Spiegels im 5. Stock zeigen. Die restlichen Rätsel sind eigentlich klar erschließbar. Auch wo man hingehen muss wird einem immer wieder durch Zeichnungen vom Helden klargemacht.
Madison

Spielwelt:
Ein größeres Haus mit vielen Details, das sich auch etwas im Verlauf der Geschichte verändert und so den Geisteszustand des Helden zeigt. Natürlich sind wieder alle Türen verschlossen, keine Ahnung wie wir allen Leben können, ohne das jede einzelne Tür in unserem Haus verschlossen ist. Der Horror ist echt gut, ständig passiert irgendetwas Gruseliges. Wenn man aber mal checkt, dass man nur in bestimmten Situationen sterben kann und dann einfach vom Checkpoint ohne Fortschrittsverlust neu startet, legt sich der Horror ein bisschen. Dann halt die typischen Logikfehler, warum nicht einfach mit der Brechstange das Klo oder gleich die Haustür aufbrechen, ich hätte es sogar mit dem Hammer von Anfang gemacht. Das Haus ist bis auf die Geister und Dämonen, die man ab und an erblickt völlig leer, trotzdem wirkt die Spielwelt durch die vielen Knackgeräusche äußerst lebendig. Über den Realismus-Gehalt kann man sich streiten, wenn man sich auf die Story und Spielwelt einlässt, wirkt sie durchaus glaubwürdig.
Madison

Fazit:
Madison ist eines von vielen guten Horror-Spielen, die allesamt auf dieselben Nerv-Mechaniken wie Sammelobjekte und das beschränkte Inventar setzen. Auch in Madison gibt es nur einige wenige Szenen, in denen man sterben kann und dann einfach wieder am letzten Checkpoint aufwacht, ohne Fortschritt verloren zu haben. Insgesamt bekommt man ein ganz gutes Horrorspiel mit ca. 7 Stunden Spielzeit, wirklich brauchen tut es wieder einmal keiner. Die Story ist zwar zu Ende geführt und ist in Sich logisch und schlüssig, das Ende ist aber horrortypisch ein klein bisschen offen. Im nächsten Sale sollten Horrorfans trotzdem auf jeden Fall zugreifen, aktuell sind die 35 Euro doch etwas happig.
Madison

Pluspunkte Minuspunkte
+ Horror
+ Gewalt
+ Blut
+ logische Rätsel
+ die Lösungen unterscheiden sich in jedem Spieldurchlauf
+ Widescreen-Support ohne schwarze Balken
– keine freie Tastenbelegung
– Schubladen und Türen müssen manuell durch Mausbewegung geöffnet werden
– schwankende Kamera
– kein freies Speichern
– Sammelobjekte
– Beschränktes Inventar
– wenig Einstellungsmöglichkeiten

Bewerte dieses Spiel:
scheiß Spielbraucht niemandgeht sogutes SpielHammerspiel (Keine Bewertung bis jetzt)
Loading...

Zur Galerie
Madison bei Kinguin erwerben


Dieser Artikel ist unter einer
Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Germany License lizenziert.

Kommentieren